Hand voll Erde und Keimlingen

Eine exakte Bodenprobenziehung ist Voraussetzung für eine aussagekräftige Bodenuntersuchung.

FächerBiologie und Umweltkunde
Erstellt vonDI Georg Pernkopf
Zeitdauer0,25 UE
Schulstufen9.-11. Schulstufe
LernzieleSchüler und Schülerinnen sollen Bodenproben für die Bodenanalyse fachgerecht und repräsentativ am Feld ziehen können. 

Bodenproben müssen für eine Fläche repräsentativ gezogen werden. Daher ist es wichtig, mindestens 25 Einstiche pro einheitlicher Fläche (max. 5 ha) zu ziehen und diese gut zu vermischen.

Nicht repräsentative Teilstücke wie Nassgallen, Vorgewendeverdichtungen sollen nicht beprobt werden.

Zur Beprobung kann ein Bodenprobenstecher wie im Titelbild verwendet werden. Dieser kann aus einem 3/4 Zoll Wasserleitungsrohr auch selbst hergestellt werden.

Arbeite die unten eingefügte Anleitung zur Bodenprobeziehung der AGES genau durch.

Danach schau dir an wie der Erhebungsbogen ausgefüllt werden muss. Um eine Düngeempfehlung zu erhalten sind auch die Standorteigenschaften zu erfassen. 

Die Gründigkeit sowie die Wasserverhältnisse des Standorts können direkt aus der elektronische Bodenkarte (www.http://gis.lebensministerium.at/eBOD) abgelesen werden. Dazu musst du nur im linken Auswahlfeld "Themen" den gesuchten Parameter auswählen und über "Legende" den entsprechenden Wert ablesen.

Der Grobanteil muss selbst abgeschätzt werden.

Für die Ermittlung der Bodenschwere musst du zuerst die Bodenart über eBod herausfinden. Danach kannst du über folgende Tabelle die Bodenschwere zuordnen:

BodenschwereBodenart
leicht:S, uS, IS, sU
mittel:tS, U, IU, sL
schwer:L, uL, sT, IT, T

Vorsicht, in eBod wird Schluff mit Z und nicht mit U abgekürzt!

Die Ertragserwartung muss für die Erstellung einer Düngeempfelung ebenfalls angegeben werden. Dabei sollte man sich an den in den letzten Jahren durchschnittlich erreichten Ertrag orientieren.

Eigenschaften der Begrünungskulturen herausfinden

Auf der Homepage der Landwirtschaftskammern Österreichs (www.lko.at) kann der „Feldbauratgeber“ des aktuellen Jahres heruntergeladen werden. Aus den Tabellen „Eigenschaften abfrostender Kulturen“, „Eigenschaften überwinternder Kulturen“ und „Kosten von Begrünungsmischungen“ kannst du alle wichtigen Hinweise über den Anbauzeitpunkt, die Saatmenge, die Saatgutkosten sowie die Eigenschaften und Wirkung der Begrünungskulturen finden.

Suche dir für deinen eigenen Betrieb oder für einen Modellbetrieb geeignete Begrünungskulturen, wobei du besonders auf folgende Punkte achtgeben sollst:

  • Begrünungskulturen sollen nicht mit den Hauptkulturen in der Fruchtfolge verwandt sein
  • Anbauzeitpunkte müssen beachtet werden
  • ÖPUL-Begrünungsvorschriften müssen eingehalten werden (www.ama.at)
  • Umbruchsfristen beachten
  • Abfrostend oder nicht abfrostend
  • Verwendung zur Futternutzung oder Gründüngung
  • Begrünungsmischungen sind teilweise vorgeschrieben bzw. sind Einzelkulturen vorzuziehen

Anleitung zur Bodenprobenahme und Erläuterungen zum Erhebungsbogen

Quiz

Überprüfe deine Kenntisse über die richtige Bodenprobeziehung anhand des nachfolgenden Spiels.