ÜBER DIE AGRARSCHULEN

Die Agrarschulen decken ein breites Spektrum von Ausbildungsformen und Fachrichtungen ab. Sie bieten unterschiedliche formale Abschlüsse an und qualifizieren ihre Absolventinnen und Absolventen für Berufe im land- und forstwirtschaftlichen Bereich. 

Die Lehre an den Agrarschulen ist praxis- und forschungsorientiert. Neue digitale Unterrichtsformen finden ebenso Anwendung wie die fachliche Verknüpfung von Agrar- und Umweltthemen. Das zentrale Lehrmodell der Agrarschulen ist die Grüne Pädagogik. 

Ausbildungsformen

Fach- und Berufsschulen (2-4-jährig)

für SchülerInnen, die die Hauptschule, Neue Mittelschule oder Unterstufe eines Gymnasiums erfolgreich absolviert haben.
  Abschluss mit FacharbeiterIn
 

Höhere Schule/Fünfjährige Ausbildung

für SchülerInnen, die die Hauptschule, Neue Mittelschule oder Unterstufe eines Gymnasiums erfolgreich absolviert haben.
  Abschluss mit Reife- und Diplomprüfung
 

Höhere Schule/Dreijähriger Aufbaulehrgang

für SchülerInnen, die eine land- und forstwirtschaftliche Fachschule absolviert haben.
  Abschluss mit Reife- und Diplomprüfung
 

MeisterInnenausbildung

für AbsolventInnen von Fach-, Berufsschulen bzw. Höheren Schulen und dreijähriger Berufserfahrung.
  Abschluss mit Meisterprüfung
 

Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik

für AbsolventInnen von Höheren Schulen bzw. MeisterInnen.
  Abschluss mit Bachelor bzw. Master of Education

 

Fachrichtungen

An Fach- und Berufsschulen

  • Biomasse und Bioenergie
  • Feldgemüsebau
  • Forstwirtschaft
  • Forstgarten- und Forstpflegewirtschaft
  • Gartenbau
  • Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement
  • Landwirtschaft
  • Obstbau und Obstverwertung
  • Pferdewirtschaft
  • Weinbau- und Kellereiwirtschaft

An Höheren Schulen

  • Forstwirtschaft
  • Gartenbau
  • Garten- und Landschaftsgestaltung
  • Landwirtschaft und Ernährung
  • Landwirtschaft
  • Landtechnik
  • Lebensmittel- und Biotechnologie
  • Umwelt- und Ressourcenmanagement
  • Wein- und Obstbau

An der Hochschule

  • Agrarpädagogik
  • Umweltpädagogik

Bildungsinhalte

Die Agrarschulen vermitteln Kompetenzen zu unterschiedlichen allgemeinen sowie fachspezifischen Themen.
Insbesondere finden sich folgende Bildungsinhalte in den Lehrplänen.

  • Allgemein- und Persönlichkeitsbildung
  • Fremdsprachen
  • Naturwissenschaftliche Bildung
  • Fachspezifische Bildung
  • Wirtschaftliche Bildung

Lehrpläne

E-Didaktik und Digitalisierung

Die Agrarschulen setzen die Themen E-Didaktik und Digitalisierung mit einem ganzheitlichen pädagogischen Konzept um. Dazu zählen die Förderung und Weiterbildung der Lehrkräfte in diesen Bereichen sowie ein moderner Unterricht, welcher heutigen und auch zukünftigen Anforderungen an die land- und forstwirtschaftliche Produktion entspricht.

Zur Umsetzung dieser Themen sind die Agrarschulen mit moderner Technik ausgestattet. Dazu zählen neben dem Zugang der SchülerInnen zu Computern mit Internetanschluss auch die Ausstattung der Klassenräume mit interaktiven Smartboards, Notebooks und Beamern.

Lehrkräfte an Agrarschulen sind mehrheitlich positiv gegenüber dem Einsatz von digitalen Medien im Unterricht eingestellt. Dabei haben der Schutz von persönlichen Daten und Sicherheitsaspekten oberste Priorität.

Praxis im In- und Ausland

Die Agrarschulen sind mit Lehrbetrieben verbunden, auf denen die SchülerInnen das im Unterricht erlangte Wissen praktisch anwenden können. Die Praxisstunden sind Teil des Regelunterrichts.

Zusätzlich können SchülerInnen während der unterrichtsfreien Zeit Praxiserfahrungen außerhalb der Schule sammeln. Solche Pflichtpraktika können am elterlichen Betrieb oder auf einem geeigneten Betrieb im In- oder Ausland absolviert werden.

Die Landjugend unterstützt SchülerInnen, welche ihr Praktikum im Ausland absolvieren möchten, mit speziellen Förderprogrammen im Rahmen von Erasmus+ Projekten.

Lehre und Forschung

An den Höheren Schulen in Schönbrunn, Klosterneuburg, Raumberg-Gumpenstein, Wieselburg und Tirol sind Lehre und Forschung zu Kompetenzzentren zusammengefasst. An anderen Schulen bestehen zum Teil Kooperationen mit Forschungseinrichtungen. Durch den Kontakt mit ForscherInnen profitieren SchülerInnen bereits während ihrer Schullaufbahn von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen im jeweiligen Fachbereich.

Wissenschaftliche Arbeiten